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„Konstruktivismus & Dekonstruktion“ Rekonstruktion der Installation in Köln, 1995

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Über die Einrichtung

Ende der 1980er-Jahre verkauften die Hoffmanns ihr Textilunternehmen und verließen Mönchengladbach, um ein umgebautes Fabrikgebäude in Köln zu beziehen. Dies bot mehr Möglichkeiten, die Sammlung in ihren Wohnräumen zu präsentieren und eine Praxis des Hängens zu entwickeln, die charakteristisch für die Sammlung Hoffmann wurde. In Köln pflegten die Hoffmanns nicht nur private Kontakte, sondern empfingen erstmals auch Fachpublikum, das sich für die hier präsentierten Kunstwerke interessierte. „Da [in Köln] lernten wir […], mit unserer Sammlung umzugehen, von der wir in unserem Mönchengladbacher Bungalow nicht so viel haben sehen können. Das war für uns eine sehr spannende Zeit“, erinnert sich Erika Hoffmann. Die Installation, die Werke der konstruktivistischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts mit Arbeiten von Frank Stella und Georg Herold zusammenbringt, erscheint dabei exemplarisch für die reflexive Auseinandersetzung, die in dialogischen Gegenüberstellungen zu neuen Assoziationen anregen wollte. Im Zentrum stand hier die Verwandtschaft zwischen zwei Generationen der Abstraktion, deren Ideen zur Auflösung eines illusionistischen Bildraumes ab den 1910er-Jahren erstmals künstlerischen Ausdruck fanden und bis in die Gegenwart hineinwirken. Während Stellas Leblon II als Fortführung und Erweiterung der künstlerischen Prinzipien in die dritte Dimension gelesen werden kann, stellt Herolds Skulptur vom Sockel erschlagen einen sinnbildlichen, assoziativen Bezug zur Infragestellung von bis dato etablierten künstlerischen Praktiken her.