„Adam, Eva und die Schlange“

Der Mediaguide zur Ausstellung

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„[Das Kunstwerk] sollte zum Entstehungsprozess formal und inhaltlich eigenständig, also neu sein; gleichzeitig zeitgenössisch und zukunftsweisend, also auch aktuelle Probleme der sich verändernden Gesellschaft reflektieren; uns intellektuell wie emotional fordern; Idee und Form als Einheit zeigen; […] einen uns nicht erklärbaren Rest behalten, also anhaltend irritieren; und schließlich Kraft und Dringlichkeit, großen Atem und Dichte besitzen.“

Erika Hoffmann-Koenige

About

„Adam, Eva und die Schlange“
Werke aus der Schenkung Sammlung Hoffmann

Seit 2018 befindet sich die international bedeutende Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann, Berlin, als Schenkung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie umfasst rund 1 200 Werke aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Film- und Videokunst sowie Installationen.

Mit fast 150 hochkarätigen Werken aus dieser Schenkung präsentiert die Bundeskunsthalle in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden einen umfangreichen Überblick moderner und zeitgenössischer Kunst. In der Ausstellung spiegelt die Vielfalt der künstlerischen Positionen die Reichhaltigkeit der Sammlung.
Die Ausstellung in Bonn macht nun den Versuch, die Sammlung, in „fremden“ Räumlichkeiten, der Bundeskunsthalle, zu zeigen – in ihrer Individualität, Subjektivität und auch Privatheit, bezeichnet Erika Hoffmann die Werke doch auch als „Familienmitglieder“. Das über Grenzen und Generationen hinweg dialogische und synergetische Prinzip der Sammlung wird in einer freien Inszenierung unterstrichen, die sich nicht an kunsthistorische Einordnungen hält. Im Mittelpunkt steht das Verständnis von Frau Hoffmann, dass der/die Betrachter*in „als aufgeklärter Mensch immer auch Partner*in der Künstler*innen ist“.

Neben installativ freien oder korrespondierenden Setzungen in der Großen Halle, der beeindruckenden Wandarbeit "Untitled" von Felix Gonzalez-Torres oder der thematischen Dichte in der Südgalerie mit politisch-gesellschaftlich orientierten Werken, wie u.a. von Marcel Odenbach, werden vier verschiedene Installationen der Sammlung Hoffmann aus den Anfangsjahren in Berlin und Köln rekonstruiert: So bilden der Konstruktivismus, Surrealismus, ZERO und die Minimal Art einen Dialog mit zeitgenössischen Arbeiten. Diese „räumlichen Zitate“ ermöglichen den Besucher*innen, den (subjektiven) Umgang des Sammlerpaares mit seiner Sammlung zu verstehen.

Weitere thematische Schwerpunkte wie Körperlichkeit, Transparenz, Kommunikation, Interaktion, Innen- und Außenansichten oder Werkentwicklung strukturieren die medienübergreifende Präsentation und lassen überraschende Korrespondenzen entstehen, die die Besucher*innen intellektuell und emotional anregen können. Auch grundsätzliche, existenzielle und philosophische Fragen werden von Künstler*innen wie Carla Accardi, Yael Bartana, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Isa Genzken, Felix Gonzalez-Torres, Georg Herold, Astrid Klein, Barbara Kruger, Yayoi Kusama, Ernesto Neto, Julian Rosefeldt & Piero Steinle, Chiharu Shiota, Frank Stella oder Wolfgang Tillmans angesprochen. Die Werke der in der Sammlung Hoffmann vertretenen Künstler sind zeitlos, und ihre Relevanz und Wirkmacht bleiben ungebrochen.

Eine Kooperation der Bundeskunsthalle mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Schenkung Sammlung Hoffmann
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Highlights

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„Surrealismus“ Rekonstruktion der Einrichtung in Berlin 1998/99

Während Rolf und Erika Hoffmann sich in den 1960er- und 1970er-Jahren vor allem für die abstrakten Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst interessierten, eröffnete ihnen die späte Begegnung mit Hans Bellmers zeitgleich entstandener Demi-Poupée einen neuen Zugang zum Surrealismus. In dieser rekonstruierten Installation aus der Einrichtung in den Berliner Räumlichkeiten…
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Fred Sandback Rekonstruktion der Einrichtung in Berlin 1997/98

Während erste Skulpturen von Fred Sandback bereits vor dem Umzug nach Berlin in die Sammlung Einzug hielten, ermöglichten erst die großzügigeren Räume in den Sophie-Gips-Höfen eine adäquate Ausstellung der installativen Werke, die in einem unmittelbaren Verhältnis zum sie umgebenden Raum stehen. Schon vor dem Einzug in die Sophie-Gips-Höfe nahmen die…
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„Konstruktivismus & Dekonstruktion“ Rekonstruktion der Installation in Köln, 1995

Ende der 1980er-Jahre verkauften die Hoffmanns ihr Textilunternehmen und verließen Mönchengladbach, um ein umgebautes Fabrikgebäude in Köln zu beziehen. Dies bot mehr Möglichkeiten, die Sammlung in ihren Wohnräumen zu präsentieren und eine Praxis des Hängens zu entwickeln, die charakteristisch für die Sammlung Hoffmann wurde. In Köln…
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„ZERO & Kinetik“ Rekonstruktion der Einrichtung in Berlin 1997/98

Nachdem Erika und Rolf Hoffmann aus dem Rheinland nach Berlin gezogen waren, öffneten sie ihre Privatsammlung erstmals dem allgemeinen Publikum. Die hier rekonstruierte Installation ist einer Hängung aus der ersten Einrichtung 1997/98 in den Berliner Räumen der Sammlung Hoffmann nachempfunden. Unter den Stichworten „ZERO & Kinetik“ sind hier Werke …
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